3. Tag, Freitag, 29.09.2009

Temp.: 25°C Temp.: 25°C

Rundfahrt zum Kap
- Muizenberg / St. James / Fish Hoeck / Simon's Bay

- Cape of Good Hope / Cape Angulas

- Noordhoeck / Chapmans Peak Drive / Hout Bay / Camps Bay

 

Gesamtstrecke: ca. 170 km

Wir stehen wieder früh auf, denn heute steht ein etwas größerer Ausflug auf dem Programm: Auf zum berühmten Kap der Guten Hoffnung.

 

Unseren ersten Stopp machen wir im Badeort Muizenberg. Der Badeort besticht, wie sollte es anders sein, duch den besonders langen und breiten Standstrand. Also nutzen wir die Gelegenheit für einen kurzen, spätmorgentlichen Strandspaziergang und machen ein paar lustige Fotos vor den bunten Umkleidehäuschen.

 

Wir fahren weiter nach St. James und sind etwas irritiert, weil fast alle Fahrzeuge am Straßenrand anhalten. Die Fahrer starren wie gebannt auf`s Meer hinaus und dann entdecken auch wir 2 Wale, die direkt am Ufer vorbeiziehen. Wahnsinn, die Straße verläuft direkt am Ufer und die Wale schimmen gerade mal in 40 m Entfernung an uns vorbei. Trotz ihrer ruhigen Bewegungen sind die Kolosse erstaunlich schnell und bald aus unserem Blickfeld entschwunden. Die Weiterfahrt bleibt "tierisch", denn in Simon's Town (The Boulders) machen wir einen kurzen Stopp bei der dortigen Pinguinsiedlung.

 

Wir folgen der reizvollen Küstenstraße bis zum Cape of Good Hope Nationalpark. Es bleibt tierisch, denn dort erwartet uns ein Strauß am Straßenrand, der uns kritisch beäugt und schließlich mit schnellen Schritten das Weite sucht. Auch uns tut nach der langen Fahrt ein wenig Bewegung ganz gut. Am Kap angekommen, verschmähen wir also die Seilbahn "Fliegender Höllander" zum Aussichtspunkt und nehmen die 320 Stufen. Der spektakuläre Ausblick über das südliche Ende des afrikanischen Kontinents entschädigt für die Anstrengung. Trotz des schönen Wetters ist der Wind stürmisch und die See rau. Noch ein paar obligatorische Erinnerungsfotos und wir fahren auf dem Chapmans Peak Drive zurück Richtung Kapstadt. Diese Küstenstraße zählt nicht umsonst zu den schönsten und spektakulärsten Staßen der Welt. Im Abendlicht zeigen sich die Ausblicke auf Felsenküste und das Meer von ihrer schönsten Seite, die Stimmung ist teilweise sogar fast mystisch. Wir können allen Reisenden nur empfehlen die Rundtour auch in unserer Richtung (also im Uhrzeigersinn) zu fahren, um die tolle Abendstimmung am "Chapmans Drive" zu erleben. Der Highway endet in Hout Bay. Wir beschließen aber noch bis zur nächsten Bucht (bzw. Ort) Camps Bay weiterzufahren, um dort bei einem schönen Italiener zu Abend zu essen. Zur Verdauung machen wir noch einen kleinen Strandspaziergang und staunen über die Luxusvillen, welche entlang der gesamten Bucht in die Felsen gebaut sind. Die Kluft zwischen arm und reich in diesem Land scheint unendlich groß und wir sind mittlerweile erstaunt, dass die Gewaltbereitschaft der "Verlierer" des Systems nicht noch höher ist.