12. Tag, Sonntag, 08.10.2006

Temp.: 25°C Temp.: 25°C

Das wahre Südafrika - wir erreichen die Transkai

- Von Addo über Schotia, Port Alfred (R72), Kidd's Beach

- Kurzer Stopp in East London

- Am Abend erreichen wir das Backpacker in der Coffee Bay

 

Gesamtstrecke: 580 km

Um 9:30 Uhr verlassen wir das Valleyview. Auch wenn das Ambiente dieses B&B mit den anderen nicht mithalten konnte, so war der Hausherr doch recht lustig und wir hatten eine gute Zeit.

 

Wir haben eine lange Strecke vor uns und starten auf der "Romantic Route" und fahren auf der R72 entlang der Küste in Richtung East London. Ursprünglich wollten wir hier übernachten, aber wir sagen unser bereits gebuchtes B&B ab, um heute ein paar Kilometer gutzumachen. Wir fahren also weiter gen Osten und erreichen bald das echte "Schwarzafrika": die Transkai.

 

Ab hier liegt die Standardtouristenroute hinter uns, denn viele Urlauber fliegen ab Port Elisabeth weiter zum Krüger Park. Doch wir wollen diese Strecke fahren und vor uns liegt ein Stück original Afrika: Deutlich dreckiger, schlechte Straßen und nur noch Blech- bzw. Lehmhütten am Straßenrand. Auch die Landschaft wird schlagartig karger und unfruchtbarer. Dennoch freuen wir uns, endlich auch ein Stück authentisches Südafrika zu erleben. Leider meint es das Wetter nicht gut mit uns und es beginnt zu regnen. Die lange Fahrerei macht hungrig aber wir müssen bald feststellen, dass es in dieser Region keine Restaurants, keine modernen Tankstellen oder sonstige Infrastruktur gibt. Also ersehnen wir den Abzweig von der N2 in die Coffee Bay - unserem heutigen Etappenziel. Es liegen allerdings immer noch 80 km durch das Gebiet der Xhosa vor uns. Auf schlechter und kurvenreicher Straße, vorbei an primitiven, runden Lehmhütten ohne fließend Wasser oder Strom.

 

Als wir endlich die Küste erreichen erwartet uns der "Coffee Shack", eine spartanische Backpackerherberge bzw. Hippiecomunity, welche aus einigen Rundhütten besteht. Dies ist also unser heutiges Quartier. Das Personal und die anderen Gäste (so ganz weiß man hier nie, wer eigentlich wer ist) sind sehr nett und heute Abend gibt es noch ein kostenloses Abendessen - zubereitet von Xhosa-Frauen. Im Anschluß führen die Dorfkinder einen traditionellen Tanz auf. Wir bemerken, dass man hier wirklich viel Wert darauf legt, das Hostel im Einklang mit den Einheimischen zu betreiben. Die Hippiegemeinde trifft sich im Anschluß an der Bar und wir spielen noch eine Partie "Killerpool" bevor wir uns um 22 Uhr in unsere Behausung zurückziehen. Mimi ekelt sich etwas vor der muffigen Hütte und ihrer stinkigen Matratze und schläft daher etwas unruhig ein (übrigens komplett in Anziehsachen zum Schutz vor Spinnen und Ungeziefer).