11. Tag, Samstag, 07.10.2006
Temp.:35°C
Ganztägiger Game-Drive
durch den Addo National Park und
Scotia (Private Game Reserve)
Für heute Vormittag haben wir einen Game-Drive im Addo Nationalpark gebucht. Die Tour startet erst um 10:30 Uhr und so haben wir genug Zeit für ein ausgiebiges Frühstück gemeinsam mit zwei schrulligen Rentnerpäarchen aus England. Schließlich holt uns der nette Ranger Brandon im Land-Rover ab und kurze Zeit später holpern wir mit dem Geländewagen durch den Addo Elephant Park.
Als erstes sichten wir direkt 3 Buffalos, gefolgt von Kudoos, Antilopen und Springböcken. Aber die ganz großen Highlights bleiben aus. Nur von Weitem sehen noch wir eine Elefantenherde, bevor wir zum Mittagessen den Park verlassen. Im Anschluß werden wir wieder abgeholt und fahren für ca. 40 min zum Eingang des privaten Schotia Parks. Auf der Safari durch diesen Park sichten wir gleich zwei neue Highlights: gleich zu Anfang kommt direkt neben unserem Jeep ein Rhino aus dem Wasserloch. Wenig später sehen wir auch eine kleine Herde Giraffen mit Jungtieren. Nach weiterer Erkundungstour machen wir am schönen Schotia Camp eine Kaffeepause und erfrischen uns ein wenig - heute ist es wirklich so heiss, wie man es von Afrika erwartet.
Bald brechen wir wieder auf, wir wollen ja heute auf jeden Fall noch Löwen finden. Eine weitere Stunde fahren wir mit 6 Safarifahrzeugen durch den riesigen Park und endlich spottet unser Fahrzeug das Löwenrudel. Erst zeigt sich nur eine einzige Löwin mit ihren zwei Jungen, aber nach und nach wagt sich das ganze Rudel aus den Büschen hervor und kommt bis auf 50 Meter an uns heran. Es ist ein tolles Erlebnis die wilden Tiere aus deiser kurzen Entfernung zu beobachten. Wir könnten ewig hier stehen bleiben und den tollenden Löwenbabies zusehen, doch es wird langsam dunkel und wir müssen zurück ins Camp fahren. Als unser Guide anfahren will bleiben wir im Morast stecken. Und das direkt vor den Löwen!!!
Unser Landrover muss abgeschleppt werden und auch wir müssen aussteigen, um die Achse zu entlasten. Wir stehen also außerhalb des schützenden Wanges. Ein ungutes Gefühl, obwohl wir uns natürlich hinter dem Auto in Sicherheit bringen. Beim ersten Abschleppversuch reißt das Seil und schnalzt mit großer Wucht zurück, nur wenige Meter an uns vorbei. Spätestens jetzt beobachten die Löwen aufmerksam das Treiben und kommen neugierig näher. Wir sind nicht sicher, ob nun die Raubkatzen oder die Bergungsversuche unserer Rangers gefährlicher für uns sind. Aber schließlich kommt unser Geländewagen frei und wir können sicher zurück ins Camp fahren, wo bereits ein köstliches afrikanisches Buschabendessen auf uns wartet.
Am Lagerfeuer mit Musik lassen wir den schönen Tag ausklingen. Schließlich werden wir im Stockdunklen vom Juniorchef des Parks (Mr. Bean - sehr nett) noch zurück in unser B&B gefahren.
