5. Tag, Mittwoch, 25.02.2009
Temp: ~ 22°
Fahrt vom Fish River Canyon nach Aus (Klein Aus Vista)
- überflutete Strassen
- abwechlungsreiche Landschaft
(Wilder Westen, Wüste, Dünen, Meer, ...)
- Abstecher nach Lüderitz inkl. Diaz Point (122 km einfach)
- Wildpferde bei Aus
Gesamtstrecke: 776 km (ca. 10 Std. inkl. Besichtigungen)
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Wir öffnen die Augen - und juhu - endlich wolkenloser, strahlend blauer Himmel. Die Felslandschaft leuchtet und so nutzen wir den Weg zum Frühstück für eine kleine Fototour. Wir erfahren, dass unsere heutige Etappe nicht ganz unproblematisch werden dürfte. Viele Strassen sind aufgrund der Regenfälle überschwemmt und der Naute Dam wurde geöffnet. D.h. die Strasse unterhalb des Damms ist nicht mehr befahrbar und wir müssen einen Umweg über die Staumauer nehmen. Und tatsächlich bis zur B4 haben wir eine abenteuerliche Strecke und unser 4x4 ist einmal mehr goldwert!
Ab der B4 ist die Strasse asphaltiert und wir können ohne weitere Hindernisse Kilometer machen. Es geht schnurgerade durch ständig wechselnde Landschaften (Tafelberge, Steppe, Geröll- und
Sandwüste, Farmland, etc.). Gegen 14:30 Uhr kommen wir in Klein-Aus-Vista an. Wir checken nur kurz ein und fahren weiter nach Lüderitz.
Nach einer Stunde (122 km) auf der gut ausgebauten Strasse erreichen wir die bunte Kleinstadt. Überall entdecken wir Relikte der deutschen Geschichte (Strassennamen, Bauten, etc.). Ansonsten gibt es hier nicht viel zu erleben. Selbst an der im Reiseführer als quirlig und lebendig beschriebenen Waterfront gibt es nichts Interessantes zu sehen und so fahren wir weiter südlich die Küste entlang bis zum Diaz Point. Wir zweifeln stark an der Lehre, die Erde sei eine Kugel, denn dies hier muss das Ende der Welt sein. Wir fahren auf einer Schotterpiste durch eine trostlose Mondlandschaft. Kein Lebewesen, keine Plfanze weit und breit. Und weil die kalte Meeresluft über der Wüste kondensiert, ist alles in eine Wolken-/Nebeldecke gehüllt. Es ist kühl und stürmisch. Man kann die Hand kaum vor Augen sehen. Kein Wunder also, dass sich an diesem Küstenabschnitt ein Schiffsfriedhof gebildet hat. Dies ist wirklich kein Ort, um sich länger als nötig aufzuhalten.
Auf dem Rückweg nach Klein Aus Vista entdecken wir Wildpferde - wiederum ein Relikt aus der deutschen Kolonialzeit. Mimi findet es spektakulär, die Herde in der Abendstimmung zu beobachten. Thorsten ist nicht so wirklich beeindruckt...
Also fahren wir bald weiter zum Eagles-Nest: die Bungalows sind direkt in den Fels hinein gebaut, so dass man wirklich Mühe hat sie zu entdecken. Wir erleben einen herrlichen Sonnenuntergang und geniessen ihn wie so oft mit unserem Lieblingsgetränk Savanna Dry (wovon wir natürlich immer ein paar Fläschchen in unserer Kühlbox haben). Zu unserer Unterkunft sind es nur wenige Kilometer, denn beide Unterkünfte befinden sich auf dem gleichen Areal und wir beschließen den Tag mit einem leckeren Abendessen.