19. Tag, Mittwoch, 11.03.2009
Temp: ~ 30°
Fahrt vom Waterberg in die Erongo Mountains
- Abstecher zur Omaruru Lodge, Game Drive
- Ankunft Erongo Wilderness Lodge
- Sundowner Walk
Gesamtstrecke: 250 km
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Heute brechen wir zu den Erongo Mountains auf. Der Weg führt uns zurück nach Ojiwarongo und von dort auf die C33 Richtung Südosten. Auf dem Weg machen wir einen Stopp bei der Omaruru Lodge - diese wurde uns wegen ihrer erlebnisreichen Game Drives empfohlen. Auf dem Gelände soll es u.a. eigene Elefanten geben. Die Gelegenheit doch noch Dickhäuter aus nächster Nähe zu beobachten wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen und so biegen wir in die D2329 ein und fahren 15 km zur Lodge. Sie bieten tatsächlich auch für Tagesbesucher Game Drives an. Die 1,5 stündige Pirschfahrt (180 N$ p.P.) findet leider nur im kleinen Teil des Farmgeländes statt, da der andere Teil aufgrund des Regens unbefahrbar ist. Natürlich befinden sich die Elefanten im grossen Park - die Hoffnung auf Elefanten ist damit also erneut geplatzt.
Doch auch der kleine Game Drive macht richtig Spass und wir sehen neben dem üblichen Game das erste Mal Eland und Weißschwanz Gnus. Unser lustiger Guide Benny macht die Fahrt zum Erlebnis. Mimi spottet zwei Nashörner im Dickicht. Mit Heu lockt Benny die Tiere ganz nah an unseren Landy heran - also irgendwie auch wieder wie im Zoo, aber dennoch beeindruckend die mächtigen Tiere so nah zu sehen. Die Zoofahrt geht weiter und nach wenigen Metern kommen wir an einem großen Pool vorbei, in dem "ganz zufällig" zwei Hippos plantschen. Wir können die zwei schnaubenden Tiere von einer kleinen Terrasse aus beobachten. Wenig später endet die trotz Zoofeeling nette Rundfahrt.
Wenn man wie wir Pech in den großen Wildparks hat, ist die Omaruru Lodge ein lohnender Stopp auf dem Rückweg nach Windhoek und eigentlich auch eine schöne Übernachtungsmöglichkeit. Doch wir sind heute Nacht in der Erongo Wilderness Lodge gebucht und diese erreichen wir nach einer weiteren Stunde Fahrt.
Die Unterkunft ist ein letztes Highlight unserer genialen Reise quer durch Namibia. Allein der Weg vom Eingangstor bis zur Lodge ist ein Erlebnis. Dank unseres 4x4 können wir die Offroad Strecke über die Felsen ohne Probleme meistern - die anderen müssen ihr Fahrzeug am Gate stehen lassen und werden im Jeep abgeholt. Wir fahren also über Stock und Stein und finden uns in einem Tal aus rot leuchtenden runden Felsbrocken wieder. In diese Fellandschaft sind Zeltbungalows auf Stelzen integriert. Uns kommt einmal mehr unser Honeymoonbonus zu Gute und wir beziehen das schönste Safarizelt (#6) in exponierter Lage ;-) Von unserer Terrasse aus hat man einen tollen Rundumblick über die Felsformationen. Nach einer kurzen Erfrischung im Pool, klettern wir zum Sundowner auf einen nahegelegenen Felsen. Etwas schwermütig blicken wir bei dem Gedanken, dass dies einer unserer letzten Sonnenuntergänge ist, in die Ferne. Der Abstieg im Halbdunkel des Vollmondes ist fast schwieriger als der Aufstieg, dennoch kommen wir heil an der Lodge an und sitzen wenig später bei Kerzenschein im stilvoll eingerichteten Restaurant.
Wir geniessen die Nacht in unserem Zelt - trotz oder vielleicht gerade wegen der Dschungelgeräusche.
