14. Tag, Freitag, 06.03.2009
Temp: ~ 20°
Fahrt vom Damaraland über Otjo zum Etosha Park
- Abstecher auf der D2743 zum Vingerklip
- Outjo (Apotheke, Geld holen, Tanken, etc.)
- Ankunft in der Ongava Game Lodge
Gesamtstrecke: 360 km (ca. 4 Std. Fahrzeit)
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Das Wetter hat sich leider über Nacht kaum beruhigt und so hängen auch heute Morgen die Wolken sehr tief. Unsere heutige Etappe zum Etosha Park ist nicht besonders weit. Beim Frühstück unterhalten wir uns lange mit der südafrikanischen Familie, die uns immer wieder nahelegen uns auf jeden Fall eine Malariaprophylaxe für Etosha zu kaufen. Aufgrund ihrer Horrorgeschichten werden wir wirklich nachdenklich und beschließen im nahe gelegenen Outjo das Medikament zu besorgen. Als wir um 10 Uhr aufbrechen, reinigen sie gerade ihren Camper, den sie bei einer Flussdurchfahrt versenkt hatten. Wir winken zum Abschied und machen uns auf den Weg zum südlichen Etosha Gate.
Trotz des Regens der letzen Nacht sind die Überschwemmungen nicht so schlimm wie erwartet und so finden wir sogar Zeit für einen kurzen Abstecher auf der D2743 zum Vingerklip, einem Fels der wie ein Finger in den Himmel ragt. Die Lanschaft hier erinnert uns sehr an das amerikanische Monument Valley. Wir besichtigen noch kurz die schöne Vingerklip Lodge, bevor wir weiter nach Outjo fahren. Hier wollen wir in der Apotheke das Malariamedikament kaufen, aber der Apotheker meint wir bräuchten für diese Gegend (Etosha) keine Vorsorge. Selbst auf mehrfaches Nachfragen und die Hinweise von Albert und Diana wehrte er ab und will uns das Mittel nicht geben. Wir haben bis heute nicht verstanden warum der gute Mann uns so rigoros das Mittel verweigerte (immerhin wäre es ein gutes Geschäft für ihn gewesen, da das Mittel recht teuer ist). Wir kaufen also nur einen weiteren Mosquito-Repellant und hoffen das Beste. Gleich vorweg: wir bleiben wirklich von Malaria verschont, insofern hatte der Apotheker vielleicht doch nicht ganz unrecht.
Die Strecke von Outjo zum Anderson Gate ist landschaftlich recht langweilig und so sind wir froh, als wir das Gate und damit unsere heutige Unterkunft, die Ongava Game Lodge, erreichen. Auch hier
empfängt man uns einmal mehr sehr herzlich und wir genießen bei einem Nachmittagstee den herrlichen Blick von der Lapa (überdachte Terrasse). Bald werden wir zu unserem Bungalow gebracht (#10). Auf
unserer Terasse mit Außendusche und traumhaftem Blick lassen wir uns die Honeymoonüberraschung schmecken und entspannen für den Rest des Nachmittags. Das Abendessen wird natürlich in der Lapa
serviert. Der Blick und die Atmosphäre sind gigantisch! Unterhalb der Aussichtsterrasse befindet sich ein Wasserloch, an das normalerweise abends die Tiere zum trinken kommen. Aufgrund
der starken Regenfälle finden sie allerdings auch im Busch genügend Wasser und so lassen sich nur wenig Tiere sehen. Vielleicht wittern sie aber auch das Kudufleisch auf unseren Tellern und
bleiben deshalb in sicherer Entfernung.
