12. Tag, Mittwoch, 04.03.2009
Temp: ~ 28°
Fahrt von Swakopmund ins Damaraland
- Mondlandschaft (C28/D1991)
- am Meer entlang nach Henties Bay
- über Brandberg nach Khorixas
- Ankunft Doro! Nawas
Gesamtstrecke: 480 km (ca. 8 Std. Fahrzeit)
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Der heutige Tag hält einige Überraschungen für uns bereit. Früh brechen wir auf und fahren über die C28 und weiter über die D1991 zur Mondlandschaft und den Welwitschia Pflanzen. Von hier wollen wir auf der B2 auf direktem Weg Richtung Norden, immerhin haben wir heute eine lange Strecke ins Damaraland vor uns. Aber der Fluß im Tal der Mondlanschaft führt reichlich Wasser (obwohl es die letzten Tage eigentlich nicht mehr geregnet hat). Beim Versuch hindurchzufahren bleiben wir bereits im Ufermorast stecken. Zum Glück kommen wir mit eigener Kraft frei - aber unsere geplante Route können wir nicht fortsetzen. Es hilft nichts, wir müssen wieder zurück nach Swakopmund und die C34 am Meer entlang bis Henties Bay. Von dort nehmen wir die C35 bis Khorixas. Die Strecke führt duch absolute Einöde, außer ein paar Algengewächsen gedeiht hier nichts. Erst als der Brandberg in Sicht kommt, ändert sich die Landschaft schlagartig und die Vegetation nimmt zu - übrigens auch wieder die ungeplanten Bremsmanöver aufgrund von weggespülten Strassen. In diesem Gebiet sehen wir das erste Mal Menschen an den Strassen, welche in kleinen Siedlungen oder Hütten leben. Oftmals verkaufen sie Wasser oder Fossilien an die vorbeifahrenden Touristen.
Nördlich von Uis erwartet uns wiederum eine feuchte Überraschung. Der Ugab und einige Nebenflüsse führen extrem viel Wasser und machen viele Strassen nahezu unpassierbar. Am ersten Flusslauf treffen wir Fritz, welcher auf dem Weg zu seiner Guestfarm bei den Epupa-Falls (angolische Grenze) ist. Er hat den Fluß bereits durchwatet. Seiner Meinung nach ist der Boden zwar sandig und tief, die Durchfahrt sollte aber dennoch machbar sein. Er fährt also vorne weg und owbohl er sich gefährlich tief eingräbt, kommt er heil am anderen Ufer an. Wir machen es ihm nach und kommen ebenfalls problemlos durch die Untiefen. Das gleiche Spiel bei der nächsten und übernächsten Flussquerung. Die Erfahrung von Fritz bei der Suche nach einer geeigneten Durchfahrtstelle bewahrt uns vor Schlimmerem. Entgegenkommende Fahrzeuge berichten uns, dass auch der Aba-Huab fließt und die Strasse nicht passierbar ist. Also müssen wir einen Umweg in Kauf nehmen und fahren bis Khorixas auf der C35 und ab dort auf der C39 Richtung Westen. Ab hier sind es noch 60 mühselige Kilometer mit rttlichen Wasserdurchfahrten bis zu unserer heutigen Unterkunft. Erst in der Dämmerung erreichen wir erschöpft die Doro!Nawas Lodge.
Hier ewartet uns allerdings der pure Luxus: wir werden mit gekühlten Handtüchern und Welcome Drink begrüßt und beziehen unseren Bungalow (#8) mit riesiger Terrasse und gigantischem Blick auf die
umliegenden Ebenen und Tafelberge. Ein Highlight: man kann das Bett auf die Terrasse rollen und so genießen wir heute den Sonnenuntergang auf unserer privaten Aussichtsplatform - ein
unbeschreibliches Erlebnis!
Das Abendessen nehmen wir im Haupthaus ein. Dieses liegt oben auf dem Berg und hat eine umlaufende Terrasse mit spektakulärem Ausblick. Dennoch wirkt das Gebäude mit dem dunklen Putz und den hohen
Mauern ein wenig wie eine Trutzburg und will nicht so recht in die Landschaft passen. Wenig später fallen wir todmüde ins Bett und träumen von unseren heldenhaften Wasserdurchfahrten.
