1. Tag, Samstag, 21.02.2009
Temp: ~ 18°C
Von Windhoek in die Kalahari Wüste
- Flug mit LTU LT1676 Sitz: 16 H,K
- Ankunft in Windhoek nach 9,5 Std. um 07:20 OT
- Mietwagenübernahme
- Besichtigung Windhoek
- Fahrt in die Kalahari Wüste zur Kalahari Anib Lodge
Gesamtstrecke: 316 km (ca. 4 Std. Fahrzeit)
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München verabschiedet sich von uns mit Schneefall und ekelhaften 2°C. Wir starten mit einer halben Stunde Verspätung um 20:45, da die Maschine erst noch enteist werden muss. Nach einem ruhigen Flug durch die Nacht, landen wir 9,5 Stunden später in Windhoek (Ortszeit 7:30, Zeitverschiebung +1h).
Leider bleibt uns während des Landeanfluges ein erster Blick über die grenzenlose Weite Namibias verwehrt, denn es hängt eine dicke Wolkenschicht über dem Land. Bei Ankunft regnet es sogar leicht. Nach dem Geldwechsel treffen wir in der Ankunftshalle auf unseren Autovermieter Frank von Nambozi Car Hire. Wir fahren mit ihm in sein Büro in Klein-Windhoek, wo er uns eine Einweisung für das Fahrzeug gibt und uns ausführlich über die Regenfälle und die daraus resultierenden schlechten Strassenverhältnisse auf unserer Route informiert. Ein wenig verunsichert brechen wir auf. So krass hatten wir uns das mit der Regenzeit nicht vorgestellt. Diese sollte jetzt eigentlich auch schon vorüber sein. Als Tipp gibt uns Frank noch mit auf den Weg nur in Notfällen mit Kreditkarten zu zahlen, da damit viel Mißbrauch getrieben wird. Wir fahren also in die Stadt zur nächsten Bank und holen völlig problemlos mit unserer EC Karte (oder auch Visa/Master) Bargeld am Automaten. (Maximum 2000N$ pro Tag) In der Independence Avenue bummeln wir durch die Läden und besichtigen ein paar wenige Sehenswürdigkeiten.
Bevor wir Windhoek verlassen, tanken wir noch unseren Mietwagen voll. Doch dann die erste Überraschung. Bald meldet sich unser Tankwart: "It's leaking ...". Und tatsächlich steht unser Auto bereits in einer Benzinpfütze. Offensichtlich läuft am Verbindungsschlauch zwischen unserem Doppeltank Benzin aus. Na toll, das geht ja gut los! Wir fahren zurück zu Franks Büro. Dieser ist sogleich zur Stelle und kann das Leck reparieren.
Und so sind wir Um Punkt 12 Uhr endlich on Tour und starten auf der B1 Richtung Rehoboth. Dort verlassen wir die alphaltierte Hauptstrasse und fahren ab sofort auf Pads (planierte Sandpisten) über Uhlenhorst und Haachanas Richtung Süden in die Kalahari Wüste. Immer wieder passieren wir kleinere Überschwemmungen. Kurz vor unserer heutigen Unterkunft wartet allerdings eine größere Herausforderung auf uns. Auf der M41 bei Stampriet kreuzt ein Fluss auf einer Länge von ca. 100m unseren Weg. Was nun? Etwa wieder umkehren? Thorsten steigt aus, um in Badehose und Flip-Flops die Wassertiefe zu prüfen. Am tiefsten Punkt reicht es bis zum Knie. Wir haben keine Ahnung welche Wassertiefe unser Toyota genau verkraftet, aber wir probieren es aus und unser Mut wird belohnt! Von hier sind es nur noch wenige Kilometer bis zu unserem ersten Nachtquartier und wenig später erreichen wir die Kalahari Anib Lodge.
Wir werden mit Welcome Drink begrüsst und zu unserem Bungalow gebracht. Das Zimmer ist schlicht aber schön und wir erfrischen uns zu aller erst im Pool. Für heute hatten wir genug Action und vertagen weitere Aktivitäten auf Morgen. Stattdessen genehmigen wir uns ein paar Drinks auf unserer Terrasse und geniessen den Blick über die Steppenlandschaft. Das Abendessen wird, wie in den Lodges üblich, um 20 Uhr serviert. Leider stören zwei lärmende Reisegruppen etwas die schöne Atmosphäre. Wir sind einmal mehr froh, uns für eine Individualreise entschieden zu haben!
Nach diesem ersten ereignisreichen Urlaubstag fallen wir totmüde, aber glücklich, ins bequeme Bett.
